DENK MAL – Das Demenzprojekt

Projekt „DENK-MAL – in WILLICH“

7 DEMENZ (erlebnis)Wochen in Willich

generationenübergreifend erfahren und aufklären

25.05. 19 – 12. 07.19

Hintergründe

Altersdemenz wird das gesellschaftliche Zusammenleben der nächsten Jahrzehnte prägen.

Es wird Zeit aufzuklären und bürgerschaftliches Engagement im Spannungsfeld von Motivation, Nutzen und Anerkennung neu zu verorten.

Bis zum Jahr 2050 ist mit einer Verdoppelung allein der Demenz Erkrankungen bei den über 65-Jährigen auf circa 2,5 Millionen zu rechnen.

Immer mehr Familien sind von Demenz betroffen und haben kaum eine Vorstellung, wie sie damit umgehen (sollen).

Wenn wir Bescheid wissen, sind Menschen eher dazu bereit, dem Kranken mit Geduld zu begegnen. Entscheidend sind ein sensibler und wertschätzender Umgang, innere Ruhe, Empathie, Flexibilität, Stabilität und Ungezwungenheit in der Kontaktaufnahme.

„Das Wichtigste, was einem demenzkranken Menschen hilft, ist ein verständnisvolles und entspanntes Umfeld“

Erich Schützendorf, Schriftsteller

Zielsetzung

Demenz ist eine soziale und kulturelle Herausforderung für die Gesellschaft. Das Demenzprojekt DenkMal möchte dazu Hilfestellungen anbieten, denn Menschen mit Demenz brauchen ein soziales Umfeld, in dem sie willkommen sind und selbstverständlich dazugehören. Die Idee ist es ein innovatives und kreatives Angebot für Willicher Bürger mit und ohne Demenz.

Aktive aus den Bereichen der Kunst und Kultur haben besonders vielfältige Möglichkeiten DEMENZ sichtbar und erlebbar machen

 

Ein kurzer Überblick

  • Ein Stadtprojekt „DENK-MAL“– Mitten in Willich – unter uns
  • Umfangreiches siebenwöchiges Angebot sich der Demenz anzunähern
  • Verschiedenste unkonventionelle und informative Angebote aus diversen Sparten der Kunst.
  • Bildende Kunst, Theater, Lesungen, Musik, Installationen
  • Informationen, Erlebnis-Parcours, Kino, Bücher
  • Denkanstöße, Gespräche, Miteinander kreativ sein

 

Nachhaltig für eine empathische Welt ohne Vorurteile

Gemeinsam bieten Künstler, Autoren, Musiker, Theaterleute, haupt- und ehrenamtlichen Fachkräfte aus den Bereichen der Pflege und Sozialen Arbeit, der Pädagogik, Kirche und Integrationsarbeit an, sich aus einem positiven Blickwinkel heraus dem Thema „Demenz“ anzunähern.

Mit Kreativität, Verstand, Sachkunde, unkonventionellen Ansätzen, „verrückten Ideen“ und Humor bieten die Veranstaltungen den Besucher die Möglichkeit, sich einerseits inhaltlich mit der Demenz zu beschäftigen, klären auf und verdeutlichen – andererseits nehmen sie Besuchern die gewohnte Sicherheit, zeigen Irritationen auf und lassen Sie neue Möglichkeiten der Orientierung entdecken.

Das Demenzprojekt DenkMal möchte die Besucher sensibilisieren und einen wohlwollenden und liebevollen Weg im Umgang mit der Thematik aufzeigen. Sie laden ein, in die oft „wundersame“ Erlebniswelt der Demenzkranken hineinzublicken und mitzuerleben, wie sich die eigenen Sichtweisen und Wahrheiten relativieren. Es sollen Berührungsängste genommen und Unsicherheiten abgebaut werden.

Die Akteure hoffen auf ein besseres Leben mit mehr Wohlbefinden für die Betroffenen zu erreichen.

 

Initiatorin

Beate Krempe, Künstlerin, Projektleitung

Vorsitzende des Kulturforum Willich gem. e.V.

Beate Krempe hat sich neben ihrer eigenen Kunst seit Jahren auf Projekte, die aus ihrer Sicht dringende Aufmerksamkeit benötigen, spezialisiert.

Sie arbeitete viele Jahre mit der Frauenberatungsstelle Viersen zum Thema „Gewalt in Familien“, organisierte Ausstellungen und führte Stadtprojekte zum Wachrütteln durch.

2014 absolvierte sie bei der Diakonie Düsseldorf eine Ausbildung zum ambulanten Hospizdienst. Dort wurde ihr der Umfang und die Bedeutung von Demenz in unserer Gesellschaft sehr deutlich vor Augen geführt.

Im gleichen Jahr begann, aufgrund der auf uns zukommenden Flüchtlingswelle, ihre Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Sie eröffnete 2016 ein Dialogatelier für geflohene Künstler in Willich; dort arbeiteten in der Spitze bis zu 18 Künstler gemeinsam. Zur weiteren Arbeit gehörte die gesamte Organisation des Ateliers, Besorgungen von Material und Ausstattung, die Finanzierung, Planung von Ausstellungen und Events für die Künstler.

Seit 2018 plant Beate Krempe das Demenzprojekt DenkMal, basierend auf der allgemeinen Erkenntnis, dass immer mehr demenziell erkrankte Menschen unter uns leben werden und ein Recht auf Teilhabe und Lebensqualität genießen sollen. Sie möchte aufklären, aufmerksam machen und Mithilfe gezielt angesprochener Mitstreiter einen positiven Blickwinkel auf das Thema werfen.

Ein besonderer Dank geht an Pfarrer Rolf Klein und seine Frau Angela Parkhof-Klein der evangelischen Kirchengemeinde in Willich/Niederrhein, sie halfen Menschen zu finden die sich für das Thema stark machen und bringen sich selbst mit viel persönlichem Engagement mit ins Projekt ein. Außerdem dem Autor und Demenzexperten Erich Schützendorf, der beratend und mit viele Ideen an die Seite der Initiatorin gestellt hat.

Generationsübergreifend – und nicht nur für Betroffene

Das Projekt „DENK-MAL – in WILLICH“ und die DEMENZWOCHEN vermitteln einen spannenden Perspektivwechsel.

Die Veranstaltungen bieten den Besuchern an, sich einfühlsam in andere Menschen hineinzuversetzen, und „spielerisch“ Wissen erfahren.

Akteure aller Altersgruppen sind aktiv in das Projekt eingebunden – von Grundschülern bis zu den betroffenen Senioren und ihre Angehörigen.

Die Teilnehmer und Unterstützer plädieren für einen Zuwachs an Vertrauen, Respekt und Zusammenhalt.

 

Ansprechpartner/Projektleitung

Kulturforum Willich e. V.

Beate Krempe/ Künstlerin

Süchtelner Straße 37, 47877 Willich

02156 40394 – oder – 0176 32662941

www.beate-krempe.de – kunst@beate-krempe.de